Anlässlich des 60. Geburtstages der MIT lud der Kreisverband Bremerhaven zu einer Veranstaltung ein, die sich mit dem Thema der Digitalisierung der Wirtschaft befasste. Das Thema steht schon seit langer Zeit im Fokus der MIT und auch im Mittelstandsmagazin wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass der Mittelstand diesem Thema mehr Aufmerksamkeit widmen muss.

Als Referenten für diese Veranstaltung konnten wir Prof. Dr. Heike Simmet von der Hochschule Bremerhaven und den Unternehmer Felix Huth gewinnen. Prof. Heike Simmet gliederte ihr Referat in vier Teile, nämlich „der digitale Transformationsprozess, Zeitalter der Digitalisierung, Internet der Dinge – Industrie 4.0 sowie Perspektiven im Cyberzeitalter“.

Die Kommunikation in vielen Dingen des Lebens hat sich verändert. In der Wirtschaft findet die überwiegend durch das Internet statt. Selbst die Antworten werden automatisiert. Gerade in der Digitalisierung ist der Mittelstand sehr schwach aufgestellt, was überwiegend als Hemmnis durch mangelnde Kenntnis gesehen wird. Im Zeitalter der Digitalisierung wird sich die reale und die virtuelle Welt vermischen. Durch die zunehmende Digitalisierung wird ein unglaublicher Umbruch der Wirtschaft in unglaublich kurzen Zeitabläufen stattfinden, menschliche und maschinelle Akteure werden vernetzt. Lt. Studienergebnissen werden über 80% der Unternehmen ihre Wertschöpfungskette digitalisiert haben. Die künstliche Intelligenz rückt immer näher, Roboter verlassen die Fabriken. Die
Unternehmen wissen, dass Handlungsbedarf besteht, aber es wird zu zögerlich umgesetzt.

Felix Huth ging in seinem Referat auf die Entwicklung in seinem Unternehmen ein, dass sich mit der Herstellung von Torsystemen, Schlosserei, Metallbau sowie Service und Wartung befasst. Felix Huth unterstützte die Aussagen von Prof. Simmet, dass der Mittelstand die Digitalisierung nutzen muss, um Produktionsabläufe zu optimieren. In seinem Unternehmen werden Aufträge im 3D-Format geplant und er hat entsprechend eine neue Fertigungsmaschine angeschafft, die er den Teilnehmern präsentierte und den neu gestalteten Metallbaufertigungsprozess erläuterte. Bei einer Anschaffung einer so teuren Maschine müssen allerdings auch die betriebswirtschaftlichen Determinanten stimmen. Hier liegen die Vorteile auf der Hand: Zeitersparnis, Qualität durch Präzision, kürzere Fertigungszeiten, sinkende Lohnkosten, höhere Zurückverfolgung. Aber man muss prüfen, in welchem Zeitraum sich eine solche Anschaffung amortisiert. Felix Huth beendete seinen Vortrag mit folgendem Zitat: wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

Anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit mit den Referenten und untereinander ins Gespräch zu kommen, was auch ausgiebig genutzt wurde. Der MIT-Vorsitzende Thomas Ventzke bedanke sich bei den Referenten aber ganz besonders bei der Firma Huth, die uns ihre sehr gastlich hergerichtete Maschinenbauhalle für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

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